Haldex-Kupplung

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Während beim T4-Syncro die Hinterräder über eine Viscokupplung mit dem Antrieb verbunden waren, wird im T5 4Motion eine Lamellenkupplung des Herstellers Haldex verwendet.


Ein Allradantrieb auf Basis einer Haldex-Kupplung leitet automatisch, permanent und ohne Zutun des Fahrers bei Bedarf Motorkraft auf die Hinterräder. Die Vorderräder werden dauerhaft angetrieben. Abhängig von der elektronisch gesteuerten Sperrwirkung der Haldex-Kupplung wird bei Bedarf ein variabler Anteil der Motorkraft auf die Hinterachse übertragen.
Dreht z. B. ein Antriebsrad durch, so wird die Ringkolbenpumpe durch die Nockenscheibe betätigt und erzeugt einen Flüssigkeitsdruck. Dieser wirkt auf den Arbeitskolben, der die außen- und innenverzahnten Lamellen gegeneinander drückt. Bei vollem Kraftschluss im Lamellenpaket sind Eingangs- und Ausgangswelle (und damit vorderes und hinteres Achsgetriebe) drehfest miteinander verbunden. Der Drehzahlausgleich ist gesperrt und das Drehmoment wird den Antriebsrädern entsprechend ihrer Bodenhaftung zugeteilt. Die Anpresskraft für das Lamellenpaket und damit der Sperrwert wird durch das Steuergerät über die Regelventile elektronisch gesteuert.
Durch die elektronische Steuerung ist ein Allradantrieb auf Basis der Haldex-Kupplung vollständig kompatibel zu Fahrassistenzsystemen wie ABS und ESP. Bei Bedarf kann der Hinterradantrieb innerhalb von 60 ms deaktiviert werden.
Die Haldex-Kupplung ist direkt am Gehäuse des hinteren Achsgetriebes angeflanscht.
Die Kupplung
* sperrt den Drehzahlausgleich zwischen dem vorderen und hinteren Achsgetriebe traktionsabhängig
* verteilt das vom Wechselgetriebe kommende Drehmoment an die Achsgetriebe

Die Haldex-Kupplung besteht aus dem in einem geschlossenen Gehäuse untergebrachten Lamellenpaket, zwei parallel geschalteten Ringkolbenpumpen, Arbeitskolben, Nockenscheibe, Regelventil, Sicherheitsventil, Schrittmotor und Steuergerät. Die außenverzahnten Lamellen sind drehfest mit der Eingangswelle (Kardanwelle) verbunden, die innenverzahnten Lamellen mit der Ausgangswelle (Kegeldrad des Achsgetriebes). Die Ringkolbenpumpen werden bei Drehzahlunterschieden zwischen Ein- und Ausgangswelle durch die Nockenscheibe angetrieben. Quellenangabe

Quellenangabe[Bearbeiten]